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HINTER LETTERLAINE

Warum ich LetterlAIne gebaut habe

Ich bin Lucas Freitag und beschäftige mich beruflich mit digitalen Produkten, Requirements Engineering und KI-Anwendungen. LetterlAIne entstand allerdings nicht aus einer theoretischen Produktidee oder dem Wunsch, ein möglichst umfangreiches Portfolio-Projekt zu bauen. Der Ausgangspunkt war meine eigene Jobsuche.

Dabei stellte ich fest, dass nicht das Schreiben eines einzelnen Anschreibens das eigentliche Problem war. Schwieriger war es, den Zusammenhang zu behalten: Was verlangt eine bestimmte Stelle wirklich? Welche meiner Erfahrungen passt dazu? Welche Aussage kann ich belegen? Was habe ich bereits vorbereitet, verschickt oder in einem Gespräch erfahren?

Anfangs habe ich dafür – wie wahrscheinlich viele andere – mit Dokumenten, Notizen, Tabellen und einzelnen KI-Chats gearbeitet. Für eine Bewerbung war das noch überschaubar. Bei mehreren parallelen Prozessen lagen Informationen jedoch schnell doppelt oder an unterschiedlichen Orten. Gute Formulierungen waren später kaum wiederzufinden, und manche KI-Vorschläge klangen überzeugend, obwohl die Verbindung zu einer konkreten Erfahrung fehlte.

Aus diesem Bedarf entstand LetterlAIne. Im Mittelpunkt steht nicht ein leeres Textfeld, sondern die konkrete Stelle. Die Anwendung ordnet die Anforderungen aus der Anzeige, verbindet sie mit passenden Erfahrungen und unterstützt dabei, daraus eine stimmige Bewerbung vorzubereiten. Die KI kann sortieren, vergleichen und Formulierungen vorschlagen. Was tatsächlich verwendet wird, entscheidet weiterhin der Nutzer.

Die erste Version von LetterlAIne wollte sehr viel auf einmal zeigen. Neben Stellenanalyse und Bewerbungsvorbereitung standen auch Pipeline, Follow-ups, Interviewtraining, Angebotsvergleich, verschiedene KI-Dienste und technische Schutzmaßnahmen früh im Vordergrund. All diese Funktionen hatten ihren Grund. Gemeinsam machten sie aber schwerer verständlich, worum es im Kern geht.

Rückmeldungen von Testern waren deshalb besonders wertvoll. Sie zeigten mir, dass nicht mehr Erklärung, sondern eine klarere Priorität nötig war. Inzwischen konzentriert sich die öffentliche Darstellung auf drei Schritte: die Stelle verstehen, eigene Erfahrungen abgleichen und die Bewerbung vorbereiten. Weitere Funktionen bleiben Teil des Produkts, werden aber erst dann sichtbar, wenn sie im Bewerbungsprozess tatsächlich relevant werden.

Auch meine Arbeit am Produkt hat sich verändert. Aus schnellen Einzelideen wurden klarere Abläufe. Änderungen werden heute stärker daran gemessen, ob sie den Bewerbungsprozess wirklich verständlicher machen. Ich nutze LetterlAIne selbst, sammle Rückmeldungen aus der Closed Beta und überarbeite Funktionen dort, wo sie im Alltag noch unnötig kompliziert sind.

LetterlAIne ist damit weder ein fertiges Massenprodukt noch nur ein Designkonzept. Es ist ein laufendes Produktprojekt, in dem ich ein reales eigenes Problem Schritt für Schritt in eine nutzbare Anwendung übersetze.

Der nächste Schritt besteht deshalb nicht darin, möglichst viele weitere Funktionen hinzuzufügen. Wichtiger ist, den Kern verlässlicher, verständlicher und hilfreicher zu machen.

Wie LetterlAIne arbeitet
  1. Stellenanzeige
  2. Anforderungen
  3. passende Erfahrungen
  4. Bewerbung
Wie sich das Projekt entwickelt hat
  1. Eigener Bedarf
  2. erste funktionierende Version
  3. Nutzung im eigenen Bewerbungsprozess
  4. Feedback von Testern
  5. fokussierte Closed Beta
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